Hol dir den Sommer ins Haus

Ich bin ein Herbstkind!

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit, mit seiner Kälte am Morgen, den Stürmen, die ums Haus jagen, den letzten Sonnenstrahlen, dessen Wärme ich noch auskoste, wann immer es geht.

Ich liebe es, wenn der Garten bedeckt ist mit Laub und auf unserer Terrasse der Wind in den Ecken mit den Blättern spielt.

Ich liebe die melancholische Stimmung, die Herbstnebel und die Kraft, die die Vergänglichkeit in sich trägt.

Obwohl im Frühling geboren, ist der Herbst doch meine Jahreszeit. Die Zeit des nach innen gehen und nach innen schauen, die Zeit, in der ich es mir zu Hause vor dem Feuer gemütlich machen kann.

Und doch brauche ich ab und zu noch ein wenig Restsommer, warme Sonnenstrahlen, denen ich mein Gesicht zum Wärmen entgegenstrecke und auch was das Essen betrifft – manchmal möchte ich mir noch den Sommer in die Küche holen.

So wie heute.

Marillenknödel (1)

Es gab Marillenknödel. Nach einem Rezept von meiner Mutter.

Marillenknödel

Wenn die Marillenzeit am Höhepunkt ist, dann friere ich immer in weiser Voraussicht einige Säckchen Marillen ein. Ganz mit Kern für die Knödel und schon halbiert und entkernt für Kuchen.

Hier das Rezept für die Knödel (die Masse reicht für 6 Knödel)

 

250g Topfen

1 Ei

2Esslöffel Grieß

2 Esslöffel Mehl (ich habe Dinkelvollkornmehl genommen)

2 Esslöffel Brösel

 

Alles zusammen rühren und ein wenig quellen lassen.

Dann gibst du die gefrorenen oder im Sommer natürlich die frischen Marillen in ein wenig Teig und formst einen Knödel.

Diesen in siedendem Wasser kochen lassen, solange, bis die Knödel an der Wasseroberfläche schwimmen.

In der Zwischenzeit gibst du einen guten Esslöffel Butter, Semmelbrösel und Zucker in eine Pfanne und lässt alles gut bräunen. Fertig sind die Butterbrösel.

Die fertigen Knödel in den Brösel schwenken und noch Staubzucker obendrauf.

Mhmm, das ist ein Sommergruß!

Marillenknödel (2)

 

Hier noch einer kleiner Tipp: Falls du nur Topfenknödel machen möchtest, dann lass einfach das Mehl weg. Du kannst diese auch in Brösel wälzen und mit einer Fruchtsauce, z.B.: Erdbeersauce servieren. Das Tüpfelchen auf dem i ist noch ein wenig Schlagobers.

 

Ich wünsche dir gutes Gelingen!

Alles Liebe deine